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Das Logo, auweia… ich hoffe, die mächtigste Such(t)maschine diesseits der Ozonschicht ist durch neue Milliardendeals zu abgelenkt, um sich darüber aufzuregen. Denn meine Sympathie für den Finde-Riesen ist groß.

GoogleEye

© FOTO: CHRIS JACKSON

Google steht mir bei, Tag und Nacht. Schmerzende Augen, Hornhaut am Zeigefinger? Stecke ich locker weg, für ein Orakel, das alle Antworten kennt. Zum Beispiel hätte ich früher das Medizinlexikon zu Fuß heranschleppen müssen, um zu erfahren, wie man eine Sitzthrombose bekämpft. Heute ist sogar die Selbstfindung ohne Nabelschau möglich!

Natürlich werde ich immer ein bißchen unruhig, wenn das Internet einmal ausfällt. “Typisches Suchtverhalten”, mahnen jene, die früher vorm Fernsehen gewarnt haben, aber ich gehe in keine Selbsthilfegruppe, sondern klicke auf die Google-Hilfe. Tröstet auch.

Mag sein, dass die Sturmglocken der Blogosphere zu Recht von Googles nahender Weltherrschaft künden. Auch akademisches Fäusteschütteln aus Österreich belegt, dass zu viel Surfen zornig macht. Die Schweiz liefert zwingende Beweise für eine Verschwörung auf höchster Ebene. Ein französisches Google-Bashing, aber mit deutscher Tonspur, sehen Sie hier. Und mein Lieblings-Angstmacher ist der Clip zu Ihrer Rechten: Britisch-kritisch und very stylish.


VIDEOCLIP STARTEN

All das habe ich aber mit Google gefunden. Vermutlich hat der Info-Konzern (einstweilen noch) Besseres zu tun, als seine Untertanen rituell zu beschneiden. Etwa, unsere Suchaufträge samt und sonders bis in alle Ewigkeit zu speichern und von der CIA nachzählen zu lassen. (Arme Agenten über 40, nun können sie doch keine ruhige Google schieben.) Für uns Surfer aber gilt: Nie waren wir der Unsterblichkeit näher – zumindest nicht unsere persönlichen Daten.

www.googganig.at ist dagegen, bitt’schön, nur ein freundliches, aber unautorisiertes Spin-off einer Weltmarke, die im Hausgebrauch schon so verwoorzelt ist wie Coca Cola oder Red Bull. (Kann man Google auch trinken? Das Wort klingt flüssig. Womöglich gurgeln?) Zudem existieren auch andere lustige Google-Verdreher. Aber keiner von denen heißt Goo-gah-neek, ätsch.

Im Übrigen besteht meine Ähnlichkeit mit Google nur darin, dass auch ich gerne für Sie finde… und zwar die richtigen Worte.

Herzlich, Ihr
Roland Gugganig

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